„Beyond Generations“ – Experten-Vortrag auf dem 15. Leipziger Personalforum am 7.11.24

Das diesjährige Leipziger Personalforum hatte erstmals wieder ein Schwerpunktthema: „Leistung und Motivation“ haben uns in unterschiedlichen Facetten beschäftigt. Passend dazu erklärte uns Professor Paul Goldmann in seinem Experten-Vortrag unter der Überschrift „Beyond Generations: Personalisierung im Personalmanagement als Gegengift zu Generationskonzepten“, ob Leistung und Motivation tatsächlich eine Generationenfrage sind. Worin genau sieht er den Diskussionspunkt?

Professor Goldmann: „In den (sozialen) Medien ist das Thema omnipräsent: Generationsunterschiede. Insbesondere die jüngste Generation am Arbeitsmarkt, die Gen Z, bekommt ihr Fett weg. Sie sei unter anderem unmotiviert, narzisstisch und illoyal. Getrieben werden diverse Darstellungen und Gegendarstellungen durch Beratungsunternehmen und Agenturen, die sich als Expertinnen und Experten für bestimmte Generationen vermarkten – ein scheinbar florierendes Geschäftsmodell.

Doch was ist dran an den Generationsunterschieden? Vermutlich kennt jedermann aus dem eigenen beruflichen und privaten Umfeld ein paar Personen, die den jeweiligen Generationsstereotypen (Gen Z, Gen Y, Gen X, Baby Boomer) entsprechen. Diese sogenannte anekdotische Evidenz ist jedoch trügerisch, denn die in wissenschaftlichen Studien erlangten Erkenntnisse zeigen recht eindeutig, dass arbeitsbezogene Unterschiede zwischen den Generationen ein Mythos sind.

Im Rahmen meines Vortrags ziehe ich dem Generationsmythos zunächst den Zahn, um dann auf das Mittel der datenbasierten Personalisierung im Personalmanagement als vielversprechende Alternative im „war for talent“ einzugehen.“

Präsentation:

Paul Goldmann, als „Mauerkind“ am 09.11.1989 geboren und aufgewachsen in Leipzig, kam durch sein Engagement als HR-Vorstand eines Studentenvereins in das Themenfeld des Personalmanagements und war sofort Feuer und Flamme für diese vielseitige Disziplin der BWL, die einige Schnittstellen zur Psychologie und Soziologie aufweist. Zum Ende seiner Promotion (Thema: destruktive Führung) gründete er 2019 die talentefinder GmbH – das „tinder für Karrieremessen“ – und arbeitet seither eng mit Universitäten, Hochschulen und anderen Veranstaltern von Karrieremessen zusammen, um Unternehmen und junge Talente zu matchen. Nebenher sammelte er berufliche Erfahrungen im Center of Expertise der BSH Hausgeräte GmbH als Spezialist für strategisches und internationales Talentmanagement. Seit 2022 ist er Professor für Personalmanagement an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und verfolgt sein Ziel, den Austausch zwischen Wissenschaft, Studierenden und den regionalen Unternehmen zu stärken, um den sächsischen Arbeitsmarkt mithilfe fundierter Erkenntnisse noch attraktiver zu gestalten.

Rückblick 15. Leipziger Personalforum


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